Fremdeln

by Olaf Schäfer

[___]

rechteckige Stellplätze aneinanderschiebend passend machen

[___]

gestresst

blinzeln gedanken durch mein gestörtes unbewusstsein

Was [___] hier?

Die Nachbarn? // Deren Klingel. // ich ein paar Stunden zuvor // im dunklen fremden Treppenhaus // Verwechselt mit der Quelle meines Lichts?// Verfolgt ist mein fluchtartig ergriffener Weg die Treppen hoch!//

[___]

Sie kommen um sich zu beschweren.

Eine Klingel,

tat sächlich?

[___]

Ich lausche.

Ist das ein Takt// drängt wer so ebenmäßig?

[___]

Zu gleich, kein Mensch, ein Telefon?

[___]

Ein Atem hält an,

will entspannt ins stille Daliegen wieder ausatmen.

Vorbei? Gemerkt, dass alle schlafen?

[___]

Wacht die Bewohnerin der Räume auf? Macht sie auf, nimmt sie ab; weiß, wohin mit dem woher?

Doch Stille nur von ihr

[___]

Gräßlich rauhes, quadratisches Sinuspiepsen schießt ungebeugt mein bewusstsein wach. Doch immer noch passiert fremdes Geräusch meinen Ortungssinn –

sinnlos für HRTF-Funktion von Kopf und Ohren.

[___]

Ich verzweifle am Wissen meines Hörens ohne Sehen das fehlt,

genug. Ich ziehe die Reißleine der Nachttischlampe,

richte mich auf, blicke hinüber ins ungefähre

[___]

silbern liegt es da,

so fremd in seiner Sprache, ein laptop,

noch in Bereitschaft belassen schreit es so lärmig seinem nahen Energieende entgegen

[___]

Ich stehe auf, befingere es geschwind,

und gebe es morpheus hin,

ich selbst bleibe wach// meine Leinen dorthin zersägt.

mein geist muss sich wundern, von weit her wo ich komme, dass nicht alle kinder seufzend leiden.